44 Fragen an uns alle!

44 Fragen an uns alle

Der Ideenrocker Martin Gaedt wird nicht müde, uns dazu aufzufordern, 44 Fragen zu stellen – immer wieder.

 

Bei mir gelingt es ihm häufig. Nachdem ich schon 44 Fragen an Unternehmen und 44 Fragen an Neumacher & Neumacherinnen gestellt habe, stelle ich jetzt 44 Fragen an uns alle.

Einfach mal zum Nachdenken. Zum Beantworten. Oder um weitere zu stellen.

 

  1. Warum schauen wir lieber auf Displays als anderen in die Augen?
  2. Was hat ein Smartphone, was ein Mensch nicht hat?
  3. Wird das Leben wirklich besser, wenn man jedes Jahr ein neues Smartphone hat?
  4. Werden wir in Zukunft noch in der Lage sein, andere Menschen nach dem Weg, nach einer Information oder einfach nach ihrem Befinden zu fragen, persönlich meine ich?
  5. Warum erschrecken Menschen, wenn man sie freundlich grüßt, zum Beispiel beim Spazierengehen oder beim Sport?
  6. Weshalb beschweren sich Leute über die GEZ-Gebühren aber nicht über die schlechten und zahlreichen Werbespots im Privatfernsehen?
  7. Wieso bedankt man sich eigentlich als Kunde an der Supermarktkasse – sollte man nicht ein „Dankeschön“ hören?
  8. Fühlen sich auch andere beim Discounter so, als ob sie die Mitarbeiter bei der Arbeit störten?
  9. Kostet es sehr viel, wenn man Kunden freundlich grüßt?
  10. Warum haben die meisten Autos fünf Sitzplätze, obwohl meist nur einer davon besetzt ist?
  11. Ist es sinnvoll, ein Vermögen für einen Gegenstand auszugeben, der den Großteil der Zeit (rund 23 Stunden pro Tag) ungenutzt irgendwo geparkt ist?
  12. Wie rentiert sich so eine Investition?
  13. Wann gibt es endlich sinnvolle Alternativen zum Autofahren auf dem Land?
  14. Und warum fahren so viele Autos in Städten rum, trotz der zahlreichen Alternativen?
  15. Kann es sein, dass Umgehungsstraßen nicht zu weniger, sondern zu mehr Verkehr führen?
  16. Wenn Gemeinden den Autoverkehr bei sich nicht wollen, warum reduziert man dann diesen nicht, statt ihn zu verlagern?
  17. Fangen die Befürworter von Umgehungsstraßen eigentlich bei sich selbst an und verzichten aufs Auto?
  18. Oder sind sie es, die die Nachbargemeinden wiederum loswerden wollen?
  19. Sind wir das einzige Land, in dem vorgeschrieben wird, wie viele Autostellplätze zu einer Wohnung gehören müssen?
  20. Wieso stehen dann so viele Autos am Straßenrand?
  21. Und warum gibt es scheinbar nie genügend (überdachte) Fahrradstellplätze?
  22. Tut es Kindern eigentlich gut, in Fahrradanhängern zu sitzen, die sich auf Höhe der Autoauspuffe befinden?
  23. Hat endlich jemand eine Idee, wie man die komplizierten Tarifsysteme des Öffentlichen Nahverkehrs vereinfacht?
  24. Könnte man nicht einfach die Ideen aus anderen Ländern übernehmen?
  25. Warum ist der Gelbe Sack eigentlich aus Plastik?
  26. Tun wir wirklich etwas Gutes, wenn wir viel Plastik in viele Gelbe Säcke / Gelbe Tonnen / Container werfen?
  27. Ist Wiederverwertung besser als Wiederverwendung oder Reparatur?
  28. Und wie soll bitte ein Teddybär oder ein Kleiderbügel recycelt werden, wenn beides in der Papiertonne liegt?
  29. Warum nutzen selbst hochmotivierte Gründer für ihre Produkte Plastikverpackungen?
  30. Brauchen wir wirklich asiatisches Superfood, Nahrungsergänzungsmittel und „Free-From“-Produkte?
  31. Wann werden wir uns wieder auf das besinnen, was unsere Großeltern wussten und anwendeten?
  32. Warum ist eigentlich nicht all unsere Nahrung „bio“?
  33. Was passiert mit den „ausrangierten“ Firmengebäuden, wenn Unternehmen in neue Gewerbegebiete umziehen?
  34. Wie wäre es, wenn mit jedem neuen Firmengebäude eine bestimmte Anzahl Wohnungen gebaut werden müsste?
  35. Was ist der tiefere Sinn von E-Bikes, WhatsApp und SUVs?
  36. Warum teilen wir großzügig unsere Daten, Meinungen und Katzenvideos – aber nicht unsere Besitztümer wie Autos, Rasenmäher oder Grills?
  37. Wie können Unternehmen vom „Fachkräftemangel“ sprechen und gleichzeitig befristete Arbeitsverträge abschließen?
  38. Wann hat das Argument „Es geht um Arbeitsplätze.“ endlich ausgedient?
  39. Was würde passieren, wenn „Arbeitnehmer“ den Unternehmen sagten, sie stünden Ihnen nur für einen bestimmten Zeitraum, z.B. 1 Jahr, zur Verfügung?
  40. Wieso fahren so viele Menschen, trotz Staugefahr, immer mit der Masse in Urlaub?
  41. Warum fliegen wir Tausende von Kilomentern, um im Urlaub genau dasselbe zu tun wie daheim – nur bei anderem Wetter?
  42. Gibt es wirklich Leute, die sich über Urlaubsfotos von anderen per WhatsApp oder Facebook freuen?
  43. Warum gilt unser duales Ausbildungssystem im Ausland als exzellent, während wir selbst junge Menschen statt zu einer Ausbildung zum Studieren auffordern?
  44. Warum stellen wir nicht viel mehr unbequeme Fragen?

 

Wer auch 44 Fragen stellen will, kann Fragen-AktivistIn werden und die Fragen der Blogparade von Martin Gaedt hinzufügen lassen.

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile fühlt sich manchmal fehl am Platz, wenn sie solche Fragen stellt. Aber jemand muss es ja tun. Und sie tut es gerne.

Mehr zu Gaby Feile

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So klingt dein Herz: Ein ganz besonderes Buch

 

Dass ich einen Roman in einem Artikel empfehle, ist eine Premiere. In diesem Fall kann ich einfach nicht anders. Seit ich das Buch von Cecilia Ahern „So klingt dein Herz“ ausgelesen habe, fühle ich mich aufgewühlt, berührt und stark. Und wenn ein Roman einer Beststeller-Autorin so eine extreme Wirkung auslöst, verdient er auch eine besondere Behandlung.

Darum geht’s:

Laura lebt seit 10 Jahren alleine im Verborgenen auf einem Hügel in Irland, der zu einer Farm gehört. Niemand weiß, dass sie existiert – nur der wortkarge Besitzer der Farm, der nicht einmal seinem Zwillingsbruder von ihr erzählt.

Nicht nur ist Laura wunderschön und bezaubernd, sie besitzt eine ganz besonderer Fähigkeit: sie kann jede menschliche Stimme und jedes Geräusch nachahmen, das sie einmal hört. Das kann ein Handyklingeln sein aber auch eine Kaffeemaschine.

Zufällig wird Laura von einem Filmteam entdeckt und damit ändert sich ihr Leben schlagartig. Es soll eine Dokumentation über ihr Leben entstehen. Als dann eine Talentshow „dazwischen kommt“ wird es turbulent – und für Laura beginnt eine Achterbahnfahrt. Sie, die nicht an Menschen, Städte und die Verlockungen der Welt gewöhnt ist, macht in kurzer Zeit extreme Dinge durch – und lernt in Höchstgeschwindigkeit, worum es geht im Leben.

Die Wirkung:

Leser, die Bücher mit einer Botschaft mögen, so wie ich, werden sich Lauras Zauber nicht entziehen können. Und: sie werden damit konfrontiert, was wirklich wichtig ist im Leben und was es eigentlich heißt, „man selbst zu sein“. Das Buch macht auf fast spielerische Weise klar, wie unsere Welt funktioniert – und dass das nicht unbedingt gut ist. Der Autorin gelingt es, wie so oft in ihren Büchern, besondere Geschichten zu entwickeln, die mehr sind als ein Liebesroman. Denn um die Liebe geht es natürlich auch. Liebe in ihrer ganzen Dimension, nicht nur im romantischen Sinne zwischen zwei Menschen.

Die Moral:

Wir alle werden mit einer einzigartigen Kombination aus Talenten und Fähigkeiten ausgestattet. Diese zu entdecken und für uns und andere einzusetzen – das ist die große Aufgabe. Und das klingt leichter als es ist, denn wir streben oft danach, anders zu sein – nämlich so wie andere sind oder so wie andere uns haben wollen. Dabei sind wir so wie wir sind genau richtig!

– findet deine Kommplizin Gaby Feile

 

Über die Kommplizin:

Gaby Feile liest, liest und liest – seit sie 5 ist und hauptsächlich zur Entspannung. Und lernt aus jedem Buch etwas, auch aus Romanen und Krimis.

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