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März 2020 (Planet Erde) – Ein Ausnahmezustand ist über uns gekommen. In Form eines kleines Virus, das seinen Weg über die alten Handelswege von China über Iran nach Europa fand und mittlerweile die ganze Menschheit in Atem hält. Buchstäblich. Und die Frage ist:  was ist systemrelevant?

 

Covid-19 oder Corona stellt uns vor ganz neue Herausforderungen. Führung ist gefragt, Antworten werden gebraucht, schnelle Reaktion ist notwendig und alle müssen mithelfen, um die Ausbreitung zu verlangsamen und besonders gefährdete Personen zu schützen.

 

Alle?

 

Nicht alle wollen, und nicht alle können mitmachen. Erstere sind skeptisch und halten das alles für übertrieben und unsinnig. Zweitere sind diejenigen, die „das Leben“ aufrecht erhalten müssen. Sie arbeiten in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Apotheken. Oder in Supermärkten, Bioläden, Bäckereien, Metzgereien, Drogerien oder anderen Läden für den täglichen Bedarf. Oder sie fahren Busse, liefern Pakete aus, sortieren Post oder sammeln unseren Müll ein. Nicht zu vergessen die Menschen, die die Produkte herstellen, die wir dann aus Angst horten. Stichwort: Toilettenpapier. Und natürlich diejenigen, die Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel produzieren, obwohl sie sonst was anderes herstellen (zum Beispiel Kleidung oder Schnaps).

 

Ihre Tätigkeiten werden als systemrelevant bezeichnet. Ein Begriff, der während der Finanzkrise 2008 für diejenigen Banken genutzt wurde, die „gerettet“ werden mussten, weil sonst das gesamte Finanzsystem zusammen gebrochen wäre.

 

Was ist systemrelevant?

 

Systemrelevante Arbeit ist also die Arbeit, ohne die unser Leben absolut nicht funktionieren würde. Wir hätten nichts zu essen, könnten nicht medizinisch versorgt werden, könnten uns nicht mal Waren zuschicken lassen und wären auch ansonsten recht aufgeschmissen.

 

 

All das ist Arbeit, die in den letzten Jahrzehnten immer weniger Wertschätzung bekommen hat. Arbeit, für die sich viele Menschen zu schade sind und für die wir Arbeitskräfte aus anderen Ländern „importieren“. Arbeit die meist schlecht bezahlt wird! Weil wir sie nicht als wert-voll ansehen!

 

Was sagt das über uns Menschen aus?

 

Es sagt zunächst aus, dass Angst ein starker Treiber ist. Wenn wir Angst haben, vergessen wir manche Dinge, weil es nur noch um eines geht: unser eigenes Überleben – und das unserer engsten Angehörigen. Selbstverständlich erwarten wir, dass zu diesem Zweck alles getan wird, was nötig ist. Und selbstverständlich erwarten wir, dass irgendjemand das schon tut. Wer das ist, ist erst mal egal.

 

Die gute Seite

 

Gleichzeitig stellen wir fest, dass es viele Menschen gibt, die spontan anderen Menschen Hilfe anbieten, sei es, um einzukaufen oder die Kinder zu betreuen. Solidarität ist also ein Wert, den wir schätzen und den wir auch leben können. Und wir realisieren, was wirklich wichtig ist. Vielleicht entdecken wir sogar, dass das, was wir selbst täglich als unsere „Arbeit“ bezeichnen, verzichtbar ist. Womöglich haben wir einen Bullshit Job, der überhaupt nicht systemrelevant ist?

 

Was heißt das für die Zukunft?

 

Wann auch immer diese Ausnahmesituation vorbei ist, wir haben dann die Chance, daraus was Positives zu machen. Und damit meine ich nicht, die Zeit zu überbrücken und danach genau so weiter zu machen, wie vorher. Also, die abgesagte Kreuzfahrt anzutreten, die Partys feiern und das neue Auto bestellen. Und dafür malochen, damit die Rechnung aufgeht.

Nein, wir können den ausgetretenen Pfad verlassen und neue Wege gehen. Wege, die menschlich und ökologisch Sinn ergeben. Wege, die uns mit uns selbst versöhnen – und Wunden heilen, bei uns und beim Planeten.

 

JETZT ist die Zeit

 

Vielleicht gehörst du zu denjenigen, die schon lange etwas Sinnvolles tun wollen. Die Ausreden gefunden haben, warum das nicht geht (eine davon ist Geld, eine andere ist Zeit). Die nicht so recht wissen, was ihre wahre Aufgabe ist.

 

Die Zeit ist nun da, um genau das zu tun. Die Entschleunigung, die viele von uns gerade einholt, vor allem, wenn wir in nicht-systemrelevanten Jobs arbeiten, die locker auch vom Home Office ausgeübt werden können, gibt uns die Chance zur Selbstreflexion. Wir können meditieren, achtsam in uns hineinhorchen und uns Antworten auf die Fragen geben, die schon lange an uns nagen.

 

Zum Beispiel diese aus dem Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky:

  • Warum bist du hier?
  • Hast du Angst vor dem Tod?
  • Führst du ein erfülltes Leben?

 

Oder diese:

  • Wie systemrelevant ist das, was du tust, für die Welt?
  • Was willst du wirklich, wirklich?
  • Wofür bist du gemacht und gedacht?
  • Wie willst du in Erinnerung bleiben?

 

Egal, was die Antworten sind, die du bekommst: hör gut zu, schreib sie am besten auf und lasse dir diese Chance nicht entgehen, einen neuen Weg zu wählen. Keine Sorge, du musst nicht gleich dein ganzes Leben umkrempeln, aber sobald du es tust, hast du verstanden, worum es geht.

 

Viel Glück, Vorstellungskraft & Mut wünscht dir

deine Gabriele Feile

 

PS: Natürlich kannst du die Chance einfach vorbei ziehen lassen. Und auf die nächste Katastrophe warten. Willst du das?

 

Über die Autorin:

Gabriele Feile weiß: wir sind alle zu 100 % für unser eigenes Leben verantwortlich. Entsprechend lebt sie – und ermutigt andere, das auch zu tun. Es wirkt!

Mehr über Gabriele Feile

 

 

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